Transformation gelingt oft nicht. Sie beginnt immer oben – und genau dort entscheidet sich auch, ob sie gelingt. Viele Unternehmen haben eine gute Strategie. Aber sie nehmen die Menschen nicht mit.
Wie geht das?
Wer hören will, wie es nicht geht, muss sich nur einmal in die Kantine eines Unternehmens setzen. Eine kleine Sammlung aus dem letzten Jahr:
„Wenn KI uns entlasten soll, warum habe ich dann doppelt so viel Arbeit?“
„Wenn ich noch einmal das Wort ‚Mindset Change‘ höre, kündige ich.“
„Wir sollen agil sein – aber jede Entscheidung braucht drei Unterschriften.“
Transformationsprozesse gut zu kommunizieren heißt:
Die Richtung muss verständlich, transparent und regelmäßig kommuniziert werden, damit Mitarbeitende mitziehen. Denn oft sollen sie erst einmal etwas umsetzen, das sich am Anfang nicht wie eine Verbesserung anfühlt. Wer als Management hier nicht klar spricht, verliert Vertrauen. Wer dagegen zeigt, welche Chancen KI bringt (und die Schmerzen ebenso klar benennt), hat eine echte Chance, dass Menschen mitgehen.
Arzthelferinnen lernen das im ersten Ausbildungsjahr: Bevor sie den Verband abnehmen, sagen sie: „Das wird jetzt gleich etwas wehtun.“ Nicht, um Angst zu machen – sondern um Orientierung zu geben. Es ist eine kurze, klare Vorbereitung: Es wird unangenehm, aber es hat einen Sinn, und ich bin da.
Genau diese Ehrlichkeit fehlt in vielen Transformationen. Stattdessen wird der Verband einfach runtergerissen – und alle wundern sich, warum Menschen dichtmachen.
Gute Transformationskommunikation macht drei Dinge wie im Behandlungszimmer:
Sie kündigt den Schmerz an, sie erklärt den Zweck, und sie führt durch den Moment.
Weil Kommunikation ein Führungsinstrument ist.