Porträt von Friederike Freifrau von Mirbach mit Titel Warum die Stimme im Cockpit über Vertrauen entscheidet und was Sie im Top Management daraus lernen können

Warum die Stimme im Cockpit über Vertrauen entscheidet und was Sie im Top-Management daraus lernen können.

Ich habe Flugangst. Sobald ich meinen Platz eingenommen habe, warte ich nur auf eines: Die erste Ansage aus dem Cockpit. Früher habe ich den Fehler gemacht, hinzusehen. Auf einem Flug nach Spanien stand dort ein Pilot, der wirkte, als käme er direkt aus der elften Klasse. Als die Reisegruppe hinter mir aufschrie – „Des isch a Büble!“ – war es um meine Ruhe geschehen. Seitdem schaue ich nicht mehr. Ich höre nur noch zu. 

Denn die Stimme ist die akustische Visitenkarte der Kompetenz. 

Wenn ein Pilot zögerlich klingt – „Äh… ja… Turbulenzen… wir versuchen mal…“ – nützt alle Erfahrung nichts. Die Unsicherheit überträgt sich sofort. Ganz anders bei einer festen, ruhigen Stimme: „Es wird unruhig. Wir haben einen Plan. Genießen Sie den Flug.“

Das Ziel ist erreicht: Souveränität durch Klang. 

In Unternehmen ist es nicht anders. In Zeiten von Restrukturierung und Transformation hören Investoren und Stakeholder ganz genau hin. Ihre Stimme im Top Management entscheidet.  

Weil Kommunikation ein Führungsinstrument ist.