Wann man bei Auftritten lächeln sollte (und wann nicht)

Neulich im Fernsehen: Kaja Kallas, die EU-Außenbeauftragte, spricht im heute journal über Trump, Grönland, den Zusammenbruch der Weltordnung, die ganzen Schrecklichkeiten unserer Zeit. Dabei lächelt sie leicht. Eine Klientin sprach mich später darauf an: Dieses Lächeln habe sie aggressiv gemacht. Warum?

Neulich im Fernsehen: Kaja Kallas, die EU-Außenbeauftragte, spricht im heute journal über Trump, Grönland, den Zusammenbruch der Weltordnung, die ganzen Schrecklichkeiten unserer Zeit. Dabei lächelt sie leicht. Eine Klientin sprach mich später darauf an: Dieses Lächeln habe sie aggressiv gemacht. Warum?

Bei diesen ernsten Themen löst selbst der Ansatz eines Lächelns kognitive Dissonanz aus. Viele Menschen haben das als Reflex, beispielsweise wenn sie sich unsicher fühlen. Beim Gegenüber aber kommt ein Lächeln nur gut an, wenn es kongruent mit der Botschaft ist. Authentisch sein (oder zumindest authentisch rüberkommen) bedeutet ganz einfach: Inhalt und Wie sind kongruent.

Wer über ernste Themen lächelnd spricht, bewirkt bei Zuschauern Misstrauen und Aggression und den Gedanken: Hier stimmt etwas nicht. Oder schlimmer: Ich soll manipuliert werden.

Also: Sollten Sie irgendwann einmal gelernt oder gehört haben, dass ein Lächeln jede kommunikative Situation freundlicher macht: Das stimmt einfach nicht. Lächeln Sie, wenn das, was Sie sagen, zum Lächeln ist. Unsere Weltlage ist es derzeit nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=VWPQM9olbZQ

Machen Sie den Test: Was löst dieses Lächeln bei Ihnen aus?

Weil Kommunikation ein Führungsinstrument ist.