Im Top Management braucht die Strategie ein Zukunftsbild.

Im Top Management braucht die Strategie ein Zukunftsbild. 

Eine Geschichte kann mehr bewegen als hundert Seiten Analyse

Ein fiktives Zukunftsszenario für Europa im Jahr 2031 schwirrt seit Wochen durch Vorstandsetagen und politische Kreise – und zwar weniger, weil es neue Fakten liefert, vielmehr weil es ein Bild zeichnet, das für alle greifbar ist. Es schafft Nähe und macht Konsequenzen deutlich. Wie? Es ist geschrieben wie eine Kurzgeschichte.

Es geht darin um Caroline Dubois, die im Bereich Handelspolitik für die EU arbeitet, und Christian Vogt, einen deutschen Gründer. Beide sind fiktive Figuren in einem Gedankenexperiment rund um die (realistische) Frage: Was passiert, wenn Europa die KI-Revolution weiter unterschätzt?

Das Papier ist ein zugespitztes Szenario, hinter dem Forscher und Lobbyisten stehen, die Europa zu einer deutlich offensiveren KI-Politik bewegen wollen. Ob das Szenario in seinen Details zutrifft, ist hier nicht das Thema. Was ich aber interessant finde: Ein Text hat geschafft, woran Strategiepapiere über Jahre scheitern: Er wird gelesen und ernstgenommen. Plötzlich sind die Zukunftsrisiken nicht mehr abstrakt. Jeder kann sich damit identifizieren. Der Preis des Nicht-Handelns wird spürbar.

Genau das ist die zentrale Aufgabe in Top Management Kommunikation: Zahlen alleine erzeugen vielleicht Zustimmung, ein detailliertes Bild der gewünschten Zukunft erzeugt Identifikation.

Wer eine Organisation aus der Trägheit ziehen will, sollte also neben Zahlen-Daten-Fakten die Kraft von Geschichten nutzen. In Townhalls, Transformationsprozessen und im Board entfaltet Strategie ihre Wirkung, sobald Menschen erkennen, welche Zukunft entstehen soll und welchen Beitrag sie selbst dazu leisten können. So bringen Sie Menschen ins Handeln.

Quelle: „Europe 2031 – What getting AI wrong means for us“, veröffentlicht auf europe2031.ai

https://europe2031.ai