Es gibt keine standardisierte Erfolgssprache für das Topmanagement. Trotzdem klingen viele irgendwann gleich: präzise, kontrolliert, professionell – austauschbar. Je exponierter die Position, desto größer die Versuchung,eine Sprache zu kultivieren, die Konventionen erfüllt, Erwartungen bedient und die eigene Persönlichkeit hinter Funktion verschwinden lässt. Dann wird die Funktion lauter als der Mensch.
Die wirksamsten Führungspersönlichkeiten perfektionieren nicht ihre Führungssprache. Sie schärfen ihren Selbstausdruck.
Als Tim Höttges im Interview mit dem Handelsblatt sagte: „In unserer Industrie sind wir so etwas wie der Ackergaul, der den Pflug durch das Feld zieht“, war das kein typischer Vorstandssatz. Gerade deshalb wirkt dieses Bild bis heute nach. Menschen erinnern sich selten an geschliffene Formulierungen. Sie erinnern sich an Persönlichkeiten mit einer unverwechselbaren Sprache.
Wer seine eigene Sprache findet, wird nicht nur verstanden. Er wird erkannt und bleibt in Erinnerung.
Ihre Sprache ist Ihre Signatur.