Deutschland wird oft kleiner geredet, als es ist.
Eines meiner Lieblingswörter der deutschen Sprache: Tüfteln. Gerade nach Weihnachten, wenn überall kleine Teile in Wohnzimmer liegen, Schrauben, Zahnräder, Schienen von Lego oder Fischertechnik – dazu die konzentrierten Gesichter von Kindern und ihren ebenso begeisterten Eltern.
Wer dieser Tage schmerzhaft in ein Lego tritt, der denkt am besten daran, dass es für einen guten Zweck ist.
Und an den „Patent Index 2024“ des Europäischen Patentamts (EPO). Er ist schon ein paar Monate alt, aber ich nenne ihn jetzt, weil er uns Hoffnung machen sollte.
Der EPO Patent Index 2024 sagt: 43,3 % der Patentanmeldungen kommen aus Ländern, für die das Europäische Patentamt zuständig ist. Deutschland liegt bei 12,6 % – direkt hinter den USA.
Deutschland und Europa werden oft kleiner geredet, als sie sind. Die Zahlen zeigen etwas anderes. Und besonders überraschend: KI und Batterietechnologien gehören zu den Feldern mit Rückenwind.
Übrigens stammen 20 % aller Patentanmeldungen aus Deutschland von einer Erfinderin – deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. In Frankreich liegt er zum Beispiel bei 31 %. Und das erfinderischste Bundesland ist mit 27,9 % aller deutschen Anmeldungen Bayern.
Für mich ist das ein starkes Signal: Innovation ist da. Was ich daraus mitnehme: Wer Zukunft baut, muss sie auch verständlich erklären – nach innen wie nach außen.
Weil Kommunikation ein Führungsinstrument ist.
Hat Ihr Jahr gut angefangen? Herzlichst, Ihre Friederike von Mirbach
Quelle: https://www.jacobacci.com/en/news/patent-index-2024-trends-in-european-patent-applications