Der Vorgesetzte von Vertrauen heißt Mut

In meinem letzten Artikel bin ich darauf eingegangen, dass vielen Führungskräfte eins fehlt: Präsenz. Durch Abwesenheit glänzt man nicht nur nicht: Man vermittelt zudem ein Bild der Entfremdung bei den Mitarbeitern. Wer mich nicht kennt, wird mir kaum vertrauen oder mir folgen. Besonders in Krisenzeiten, wie dieser. Präsent zu sein, ist die eine Sache – mit Videos, direkter Ansprache und einer klaren Vision.

Neben dieser #Präsenz vieler #Führungskräfte ist auch das Wie immens wichtig. Nicht selten fehlen die Lebendigkeit und die spürbare Präsenz. Barack Obama war auch einmal so ein Mensch – bis er seinen Coach kennenlernte. Vorher kam Obama so gar nicht auf den Punkt und dann wurde daraus: Yes we can! Der Mann wurde gehört, in den USA und überall auf der Welt.

In meiner Arbeit wird mir täglich klar: Jeder kann ein wirksamer Leader werden. Sie müssen nur losgehen. Mutig sein. Tun. 

“Do one thing every day that scares you.”- Eleanor Roosevelt

Nehmen Sie sich dieses Credo zu Herzen und wagen Sie es, präsenter zu sein. Unternehmen werden seit jeher so wahrgenommen, wie ihre Mitarbeiter und Führungskräfte sie repräsentieren. Sind sie nicht präsent, wirkt auch das Unternehmen blass, unnahbar, gesichtslos.

Vertrauen durch Präsenz

In den letzten Wochen haben wir alle einen Quantensprung des Lernens erlebt. Und das ist gut so. Wir haben gelernt, besser digital zu kommunizieren und das wird in Zukunft noch mehr werden. Ich habe viele mutigere Führungskräfte erlebt, die es vor Corona nicht waren. Sie haben angefangen Videobotschaften zu verschicken, vertreten ihre Meinung in Podcasts oder ganz einfach: Sie begeben sich auf Neuland.

In meinen Coachings erleben diese „Pioniere“ vor allem eines: Sie nutzen von Woche zu Woche ihre Sprache zielorientierter und pointierter. Sie finden immer mehr ihren bestmöglichen Eigenton.

Auch Sie werden sehen, dass das Vertrauen in Sie wächst, wenn Sie diese Art der Kommunikation gezielt angehen und mehr Präsenz zeigen.  Sie werden besser wahrgenommen und schaffen Vertrautheit bei Ihren Mitarbeitern, Kunden und in der Öffentlichkeit.

Sie stehen immer in der Öffentlichkeit – steuern Sie die Wahrnehmung!

Grundsätzlich gehe ich in den Sessions mit meinen Klienten immer ins Detail und arbeite mit ihnen an den relevanten Nuancen, die Ihre Strahlkraft heben. Jeder ist anders und dem einen fallen einige Dinge einfacher, als anderen. Bewusst sollte Ihnen nur sein, dass Sie heutzutage immer in der Öffentlichkeit stehen, ob Sie wollen oder nicht. Die “Überall-Medien” Social Media und das Smartphone für Fotos und Kommunikation – jederzeit und überall – sind ein mächtiges Kommunikationswerkzeug. Nutzen Sie es und steuern Sie Ihre Ausstrahlung. Denn wahrgenommen werden Sie so oder so.

Zeigen Sie sich als Geschäftsführer also in Videos im firmeneigenen Intranet oder an die Öffentlichkeit gerichtet auf YouTube. Es geht hier weniger um Ansprachen, als um authentische Gespräche, die zeigen, dass Sie genauso ein Teil des Unternehmens sind, wie jeder einzelne Mitarbeiter.

Auch Podcast sind ein beliebtes und zeitgemäßes Mittel zu kommunizieren. Hier zeigen Sie sich eher mit Ihrer Stimme und auch das will geübt sein. Schafft aber genauso Präsenz und Vertrautheit, die mehr aussagt, als ein Foto und ein kurzer Lebenslauf auf der Firmenwebseite. Schauen Sie sich einfach die Beispiele von Führungspersönlichkeiten an, die das besonders gut machen und lernen Sie daraus. Denn verstecken und im Schatten bleiben können Sie heute nicht mehr.

Ein Feedback aus meiner Arbeit: Seit einige CEO regelmäßige Videobotschaften für ihre Mitarbeiter halten, transparent kommunizieren, wie die Ausrichtung des Unternehmens ist, wo sie zahlenmäßig stehen, … fühlen sich die Menschen mitgenommen, spüren Vertrauen und identifizieren sich viel stärker mit ihrem Unternehmen. Weil sie nicht mehr im Nebel sind.

Gute Vorbereitung ist alles

Nutzen Sie also die Möglichkeit, sich für die Präsenz auf Ihren BusinessBühnen und in Videos vorzubereiten, denn diese sind in vielen Bereichen so viel mächtiger, als das geschriebene Wort. So schaffen Sie aus Distanz Nähe – sowohl in Zeiten von Corona, als auch danach. So werden Sie viel besser wirken, wenn Sie diese Art der Kommunikation ernsthaft angehen.

Ein professioneller Blick von Außen hilft hier Wunder und hat aus Barack Obama einen Präsidenten mit einer mächtigen Präsenz vor Kameras und auf der Bühne gemacht.

Bleiben Sie in diesen Zeiten weiter gesund und lassen Sie mich gerne unter diesem Artikel wissen, was Ihre größten Herausforderungen sind, sich mehr zu zeigen.

Herzlichst

Ihre Friederike von Mirbach